Es war das erste Spiel in der Fremde und ein interessantes dazu. Die Mannschaft der A1 des FC Traar war als Tabellenletzter beim Vorletzten und ebenfalls punklosen Linner SV zu Gast. Wegen Verletzungssorgen musste Trainer Arndt Gietmann gleich auf vier B Junioren zurückgreifen. Da Kim Kolberg und Stefan Emrich verletzt und Georg Baumm zusätzlich angeschlagen waren, reiste man mit Alex Schmidt, Bastian Zöller, Ken Buch und Maurice Stäpken nach Linn. Neben der Premiere, dass "Sascha" heute seinen ersten Einsatz für Traar haben würde gab es auch die erste Halbzeitführung zu feiern. Aber erstmal der Reihe nach. Das Spiel war für 11 Uhr angesetzt. Da der Schiedsrichter jedoch nicht erschien, verschob sich die Partie um 25 Minuten. Dies kam den Gästen zu Gute, da einige Spieler verspätet eintrudelten. Da keiner der Eltern spontan die Möglichkeit hatte als Referee zu argieren, musste Arndt Gietmann selbst zur Pfeiffe greifen. Dies tat der kleine Traarer Trainer dann auch und so konnte es endlich losgehen. Nach dem Abtasten in den ersten fünf Minuten musste der Gastgeber in der 9. Minute das erste mal in höchster Not auf der Linie klären. Die A1 vom Bucherholzweg dominierte die Partie in eigentlich allen Belangen und so war es nicht unverdient, dass ausgerechnet B2 Spieler Basti Zöller mit einem herlichen Flugkopfball nach Flanke Maurice Stäpken die Führung einköpfte. Doch Linn steckte den Schlag schnell weg und kam in der 13. Minute zur ersten wirklich guten Möglichkeit. Doch sie scheiterten frei vor Schlussmann Peter Berten auch in der 22. Minute. Es spielte fast ausschließlich nur die Gastmannschaft und die Verlegenheitskonter der Heimelf konnten keine sehenswerten Aktionen vorweisen. Es gelang Linn dann jedoch der Ausgleich, da in der 27. Minute ,durch eine schlafene Traarer Hintermannschaft, der Gastgeber frei vorm Tor Peter Berten keine Chance ließ. Das gab den Burgteufeln aus Krefeld scheinbar richtig Aufwind, denn nur zwei Minuten später musste Peter sein ganzes Können unter Beweis stellen und in letzter Sekunde zur Ecke klären. Eine Druckperiode begann, weitere Ecken für Linn folgten. Dann war das Team aus Traar plötzlilch ein Mann mehr auf dem Feld, weil Schiedsrichter Gietmann nach einer üblen Attacke der Nummer 11 an Kevin Gehnen den Regelverstoßer aus Linn für zehn Minuten vom Feld schickte. Das war die 37. Spielminute. Doch in Unterzahl ließ die Heimelf nicht wie gedacht locker, sondern stürmte weiterhin fröhlich nach vorn und kam durch einen alten Bekannten, Ersin Cakir, zu einer sehr guten Aktion in der 43. Minute. Nur gut, dass sich die Überzahl dann eine Minute später doch auszahlte und diesmal Maurice Stäpken selbst mit einen schönen Schuss in die Mitte links Kapital schlagen konnte. 1:2! Traar zur Halbzeit vorn!!! (Doch schon vorher ging es für den angeschlagenen Georg Baumm nicht mehr weiter und Alex Schmidt rückte ins Mittelfeld)Dieser sorgte in der zweiten Hälfte dann auch richtig für Aufsehen, denn nur drei Minuten nach Wiederanpfiff hatte er das vierte Tor des Tages auf dem Fuß. Traar drang!!! Nach einer guten Stunde (63.) war es wieder Alex, der mit einem anderen Spieler eine Hereingabe nach guter Doppelpasskombination von Kai Daniels und Jonas Haubner um Zentimeter verpasste. Wie nach alter Fußballregel: "Wer vorne nicht trifft, kriegt hinten einen rein",folgte in der 64. Minute der Ausgleich bei dem Peter Berten wieder alles gab jedoch im zweiten Versuch letztendlich doch das Nachsehen hatte. Sechs Minuten später stand der andere Schlussmann im MIttelpunkt des Geschehens als er eine gute Einschussmöglichkeit der Gäste parierte. Das Spiel war völlig offen, beide Mannschaften fighteten für den Dreier. Dabei hatte Peter in der 77. Minute noch mal Glück, als irgendwie fast alle zwanzig Feldspieler im Strafraum ein undurchsichtliches Pin-Pong veranstalteten. Zehn Minuten vorm Schlusspfiff hatte es wiederum B2 Schützling Maurice auf seinem stärkeren linken Fuß, doch er verzog knapp über das Tor. So fiel drei Minuten später das 3:2 (83.) und durch einen eigentlich unregulären Treffer in der 86. Minute auch noch das 4:2. Nicht regulär, weil der Torwart im Strafraum bei Gedränge angegangen wurde und so keine Chance hatte einzugreifen. In derselben Minute schafften die Gastgeber auch noch das 5:2, da das Kartenhaus der Traarer völlig zerfiel. Es fehlte einfach nur an Selbstvertrauen und Konzentration. Wie ein Anfänger ließen sich die Mannen von Schiri Gietmann austanzen und mussten so wohl oder übel eine weitere Niederlage einstecken. In der Nachspielzeit gab es noch ein paar gute Aktionen auf Seiten der Grün-Weißen, aber drei Tore waren natürlich nicht mehr gut zu machen. Wer so ein Spiel nicht gewinnt, bei dem muss man sich fragen, gegen wen den sonst gewonnen werden soll!!! Das ist nicht die Prognose des Reporters, sondern glaub ich auch die, des doch schon ziemlich angefressenen Trainers vom Bucherholzweg nach dem Abpfiff.